HALLO LEIDENSCHAFT!
DIE AERONAUTEN…waren, sind und bleiben sympathisch und ehrlich, ihre Musik zeitlos gut und extrem tanzbar – auch auf ihrem neuen Album „Hallo Leidenschaft“.
Geld spielt keine Rolle, Alter ist keine Ausrede. Hier geht es um den ungreifbaren Stoff, der die Aeronauten aus ihren Ohrensesseln herausschleudert, um es der Welt nochmals zu zeigen. Das ganze ist eine Herzenssache und insofern komplett unvernünftig, aber es ist wie mit der Liebe ("HALLO LIEBE!"-Vinyl-Single / Okt.09 /Ritchie Records): Es fängt an und man weiß nicht wo es hinführt. Und genau darum ist das so spannend. Wer Langeweile will, muss wo anders hingehen.
Manche Leute meinen, auf den Platten der AERONAUTEN Einflüsse aus Rhythm and Blues, Soul, Ska, RocknRoll, Bossa Nova und Stumpfpunk (?) zu hören. Nun ja, das ist jetzt auch egal. Denn live überzeugen DIE AERONAUTEN so ziemlich jeden der das Glück hat eine ihrer leidenschaftlichen Konzertsausen mit zu machen.
Am 11. März gastieren die sechs Herren aus der Schweiz mit Ihrer aktuellen siebten LP "Hallo Leidenschaft!" im Pretty Vacant. Ein Muss für jeden, der deutschsprachige Pop-Musik mit Hirn für unterstützenswert hält.
Als Support spielen die Düsseldorfer Musikhelden Zloty Vasquez und Max Stamm auf. Dieses Mal als DAS GELOBTE LAND. Doch wer sich ein wenig in Düsseldorfs Musikwelt auskennt, weiß, dass die beiden dem Musikzirkus schon einige Attraktionen zu bieten hatte, nur in anderen Konstellationen, macht sich nun zum wiederholten Male auf den Weg Deutschland zu erobern, wenn nicht sogar das halbe alte Europa.
Gut, auf Deutsch zu singen ist nicht gerade eine mutige Entscheidung in einer Zeit, in der Silbermond, Tokio Hotel und Juli die Echoverleihungen
dominieren. Dennoch das Zusammenspiel von Musik und Gesang ist dann wohl doch stilprägend.
Wenn man die drei Musiker fragt wie alles seinen Anfang fand, fällt sehr oft das Wort "Bierlaune".
Sänger Zloty Vazquez, auch als Kombinat Feinripp und Dativ Boys-Kopf aktiv, wohnt zwar in Hamburg, doch der geborene Rheinländer nimmt gerne diesen Weg auf sich, wie er kühn behauptet.
Multiinstrumentalist und Produzent Max Stamm, mit der Kiesgroup schon Vieles in der Sache POP probiert, schwärmt über die Zusammenarbeit mit den Jungs.
Daniel Decker, der junge Labelchef und bis vor kurzem noch als Pawnshop Orchestra auf den Bretten dieses Landes unterwegs, komplettiert mit Wissen und Songideen diesen wahnwitzigen Dreier. Ihre Musik zitiert, erfindet und traut sich etwas. Decker spricht mit glänzenden Augen von Breitwandpop.
Er scheint nicht ganz unrecht zu haben. Alles perlt, ein richtiger Sänger singt und Mut zum wiederholten Chorus scheinen dies zu bestätigen.
Doch vieles steckt im Detail. Bei intensivem Zuhören entdeckt der Fan kleine Spitzfindigkeiten, kurze Anleihen und ein Maß an Depressivität, die so wohl noch nicht bei Radiosendern, Musikkanälen oder in den Charts stattfanden.
Also horcht rein!
